Mit Maria den Weg der Heilung gehen

Das spirituelle Programm


2008: Die Kirche feiert in diesem Jahr zwei Jubiläen – 150 Jahre Erscheinungen in Lourdes und 40 Jahre Humanae vitae. Beide Jubiläen gehören zusammen. Denn Lourdes ist das große Zeichen der Immaculata, das uns die Herrlichkeit des makellosen Ursprungs mitteilt. Die Enzyklika Humanae vitae ist das große lehramtliche Dokument, das uns „die rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens“ im Lichte dieses Ursprungs aufzeigt. Beide Vor-Gaben wollen wir auf unserem Pilgerweg in Lourdes tiefer bedenken, durchbeten und leben.


Mittwoch, 29. Oktober 2008
„Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“
(Die Muttergottes zu Bernadette, 16. Erscheinung, 25. März 1858)

An Maria können wir wahrnehmen, wie Gott den Menschen gewollt hat. Maria ist die stets Offene und für Gott Verfügbare. Sie setzt dem Willen Gottes keinen Widerstand entgegen. Sie gehorcht. Sie ist einverstanden. Zu allen Wünschen Gottes spricht sie in Freiheit ihr einfaches, klares, demütiges JA. Und dieses JA ist fruchtbar.

Maria: die Immaculata Conceptio – das „makellose Konzept“, das uns den Weg weist.

Ablauf –

In zwei Vorträgen wird die Botschaft von Lourdes und die Botschaft von Humanae vitae vorgestellt. S. E. Bischof Perrier von Lourdes führt in die zentralen Aussagen der Immaculata ein. S. E. Weihbischof Laun (Österreich) erhellt die stets gültige Aussage von Humanae vitae und beleuchtet die Wirkungsgeschichte dieses prophetischen päpstlichen Lehrschreibens.

Msgr. Reilly stellt am späten Nachmittag die Vision der Helpers vor, die als Beter und Gehsteigberater vor den Abtreibungskliniken (dem modernen Golgota) Kontempaltion und Neuevangeliserung verbinden.

Um uns selbst – den Wünschen der Muttergottes entsprechend – ganz auf den Pilgerweg in Lourdes vorzubereiten, besuchen wir am frühen Nachmittag die Bäder an der Grotte.


Donnerstag, 30. Oktober 2008:
„Buße, Buße, Buße … Betet für die Sünder.“
(Die Muttergottes zu Bernadette, 8. Erscheinung, 24. Februar 1858)

Durch den Ungehorsam kommt die Sünde in die Welt. Der Mensch widersetzt sich Gott, will sein wie Gott. Aber die Sünde führt zum Tod. Und die Sünde verletzt. In Lourdes ruft uns Maria auf, Buße zu tun, zu bereuen und stellvertretend bewußt für die Bekehrung der Sünder zu beten. Maria hatte Bernadette aufgefordert, auf die Knie zu gehen, und die Seherin gehorchte, grub im Schlamm und stieß schließlich auf das Quellwasser. Es heißt, diese 8. Erscheinung sei die Mitte der Erscheinungen. Bernadette habe später eines Tages geseufzt: „Ach, wenn die Sünder nur wüßten!“

Ablauf –

Abtreibung ist, wie es das Zweite Vatikanische Konzil sagt, ein „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ (Gaudium et spes, Nr. 51). Es ist der massive Anschlag auf den Menschen, der als Gottes Ebenbild geschaffen ist. Abtreibung tötet das ungeborene Kind und Abtreibung verletzt schwer: die Mutter, den Kindsvater, die überlebenden Geschwister sowie die an der Abtreibung Beteiligten. Und da Abtreibung epidemische Ausmaße angenommen hat, betrifft sie uns alle.

Der Vormittag beschäftigt sich zunächst mit den verheerenden Fakten und Folgen der Abtreibung (PAS und PASS), dargelegt von zwei Pionieren der Abtreibungsforschung: Prof. Dr. Philip Ney und seiner Frau Dr. Marie Peeters.

Aber wo „die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden“ (Röm 5,20). Es gibt Heilung für die durch Abtreibung Verletzten. Victoria Thorn, Initiatorin eines in den Vereinigten Staaten landesweit verbreiteten Heilungsdienstes im Auftrag der amerikanischen Bischöfe, sowie Anne Lastman, katholische Therapeutin aus Australien, weisen heilmachende Wege aus dem Elend der postabortiven Folgen.

Alle Wege der Heilung haben ihre Mitte und ihren Grund in Jesus, der DER WEG ist. Auf Ihn schauen wir in der nachmittäglichen Eucharistischen Prozession, die uns am Donnerstag zugleich daran erinnert, daß am Gründonnerstag der Herr die Heiligste Eucharistie im Abendmahlssaal einsetzte.

Msgr. Reilly wird am Abend aufzeigen, daß die Sakramente der Kirche die unerläßliche Quelle sind, um die ganzheitliche Vision von Liebe, Leben und Sexualität, wie sie Humanae vitae darlegt, leben zu können.

Freitag, 31. Oktober 2008:
„Gehen Sie zur Quelle, trinken Sie daraus und waschen Sie sich dort.“
(Die Muttergottes zu Bernadette, 9. Erscheinung, 25. Februar 1858)

Die Muttergottes weiß um unser Leid, um die Schwäche und Sündhaftigkeit des Menschen. Da sie Mutter ist, zeigt sie ihren Kindern zugleich die Mittel und den Weg aus der Sünde. Sie weist auf die reinigende und heilende Kraft der Sakramente, auf den Wert der stellvertretenden Sühne, auf den Sinn des Leidens, auf den einfachen, wunderbaren Weg der Marienweihe. Mit einem Wort: Maria hilft uns, heilig zu werden.

Ablauf –

P. Dr. Bernhard Vosicky OCist faßt in einem ersten Vortrag Marias Botschaft zusammen, indem er uns einlädt, die Liebe der Muttergottes mit unserer Hingabe zu beantworten - in der Marienweihe. Der zweite Vortrag von Pfr. Erich Maria Fink widmet sich der Weisung der Muttergottes „Geht … trinkt … wascht euch“ und wendet sie auf das Abtreibungsgeschehen an: Wie ist mit dieser unermeßlichen Schuld umzugehen? Wie kann stellvertretend übernommenes Büßen und Leiden mitwirken an der Heilung der Welt? Welche Bedeutung hat der Ablaß?

Beim nachmittäglichen Kreuzweg in Lourdes und der anschließenden Sühnemesse wird die Sündenschuld der Welt von den einzelnen nationalen Pro-Life-Vertretern stellvertretend zum Kreuz gebracht, denn im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Rettung.



Samstag, 1. November 2008: Hochfest Allerheiligen
„Heilige Maria, Mutter Gottes, lehre uns Ihn kennen und Ihn lieben…“
(Papst Benedikt XVI., Deus Caritas Est, Nr. 42)

In der Lauretanischen Litanei wird Maria angerufen als Regina Sanctorum omnium, als Königin aller Heiligen. Was liegt darum näher, als am Fest Allerheiligen, an dem 1950 das Dogma der Aufnahme Mariens in den Himmel feierlich verkündet wurde, den Blick besonders auf die Gottesmutter zu richten, im Wissen darum, daß sie es ist, die uns zu ihrem Sohn Jesus führt. Sie ist es, die uns lehrt, wie man Jesus kennen und lieben lernt.

Ablauf –

Am Vormittag wird P. Benedict Groeschel CFR, Gründer der franziskanischen Erneuuerungsbewegung in Amerika, in einem ersten Vortrag darlegen, was gemeint ist, wenn wir Credo (ich glaube) sagen und in unserem Glauben die Gemeinschaft der Heiligen bekennen. F. Tom Euteneuer, Präsident von HLI, wird anschließend über seine reichhaltigen Erfahrungen im Einsatz für die Immaculata und für den Lebensschutz berichten, speziell über die Wunder, die U. Lb. Fr. von Guadalupe auch heute noch wirkt.

Am Nachmittag wird P. Benedict Groeschel CFR in einem weiteren Vortrag Maximilian M. Kolbes hingebungsvollen Dienst für die Immaculata würdigen. Dr. Antoni Zieba wird über den Einsatz unserer Pro-Life-Freunde in Polen berichten sowie über die Früchte des 2. Internationalen Welt-Gebets-Kongresses im Heiligtum zur Göttlichen Barmherzigkeit in Krakau 2007 Auskunft geben. Zeugnisse und Berichte von Pro-Life-Gruppen zeigen, wie Maria als Mutter der Kirche auch heute ihren Sieg des Unbefleckten Herzens vorbereitet.


Sonntag, 2. November 2008: Allerseelen – Gedenken der Abtreibungsopfer und der Täter
„… damit auch wir selbst wahrhaft Liebende und Quelle lebendigen Wassers werden können inmitten einer dürstenden Welt.“
(Papst Benedikt XVI., Deus Caritas Est, Nr. 42)

„Geht und sagt… “, trug Maria Bernadette auf. Und sie ging und erfüllte den Auftrag der schönen Dame. Wir sind gleichfalls berufen, auch uns wird gesagt: Geht, sagt, verkündet. Die Welt wartet darauf, die frohe Botschaft des Evangeliums zu hören. Die Welt wartet darauf, daß Christen, die Zeugen sind, stellvertretend für die dürstende Welt, dem Herrn die Not der Welt hinhalten. Daß Christen Zeugen der Hoffnung sind, denn „die Unbefleckte Empfängnis ist ein Ruf der Hoffnung“ (Jubiläumsgebet).

Allerseelen lädt uns ein, das Ende zu bedenken und so, im Angesicht der Ewigkeit, das Jetzt zu gestalten.

Ablauf –

Der Tag ist ganz dem Gedenken der Abtreibungsopfer und all derer gewidmet, die in das Abtreibungsgeschehen verwickelt waren und sind. Der Nachmittag ist frei, um als Pilger den offiziellen Jubiläumsweg in Lourdes zu gehen, bei welcher Gelegenheit man zugleich den vollkommenen Ablaß erhalten kann


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